Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben

Die Jahreswende ist für die Kauf- und Geschäftsleute eine wichtige Zeit, denn es steht die Inventur an. Alle Sach- und Wertgegenstände sowie die Außen- und Schuldenstände werden gezählt und einander gegenübergestellt, um den Gewinn oder Verlust des Jahres zu ermitteln. Durch diese Bestandsaufnahme können die Geschäftsführer sehen, wie das Geschäftsjahr verlaufen ist wie sie im neuen Jahr steuern bzw. korrigieren müssen, um zu einem positiven Ergebnis zu kommen. So tut es auch uns Christen gut, bevor wir dieses alte Jahr 2018 verabschieden, einen Augenblick innezuhalten, damit wir uns noch einmal vor Augen führen, was gewesen ist, und das in Blick nehmen, was in dem beginnenden neuen Jahr 2019 auf uns zu kommen wird.

Wie gut tut es uns dabei aber auch, noch einmal auf das Gotteskind in der Krippe zu schauen, das Gott uns in der Heiligen Nacht geschenkt hat und dem wir uns und unser gesamtes Leben anvertrauen dürfen. Es ist die Einladung, auf die Quellen und auf die Wurzeln unseres Glaubens zu blicken, um zu erkennen, wer wir sind. In dem Mensch gewordenen Gottessohn Jesus Christus wird unser Glaube zur Hoffnung, wird er zu einem verwandelnden Element und zum Segen. Die weihnachtliche Botschaft hat uns in den vergangenen Tagen neue Glaubenskraft und Glaubensfreude geschenkt, sodass wir das Vergangene dankbar hinter uns lassen und uns im Vertrauen, dass unser Leben in Gottes guten Händen liegt, dem Neuen und Kommenden zuwenden dürfen.

Der ehemalige Bischof von Limburg, Franz Kamphaus hat einmal gefragt: „Wo bleibt die Zeit?“ Er selbst versuchte im gleichen Atmenzug darauf zu antworten: „Die Sanduhr kann uns in dieser Frage zum Zeichen werden. Der Sand, der aus der oberen Schale nach unten rinnt, läuft nicht ins Leere. Die Zeit läuft nicht weg. Sie wird aufgefangen, gesammelt. Ich kann in dem unteren Glas der Sanduhr Gottes Hände erkennen. Sie fangen meine Zeit auf, dass sie nicht im Sande verläuft. Meine Zeit in Gottes Händen!“

Legen wir unsere Zeit, die vergangene und auch die neu geschenkt wird, voller Vertrauen und Zuversicht in Gottes liebende Hände. „Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben.“

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